Mein Sohn ließ mich wegen seiner Frau mitten auf einer verlassenen Straße zurück – doch niemand konnte sich vorstellen, was nur einen Monat später passieren würde.
Ich stand da, ungläubig. Es war, als hätte man mir das Herz herausgerissen. Ich schrie nicht.
Nicht einmal Tränen kamen. Es gab nur Stille – und Schmerz. Ich wusste nicht, wohin ich gehen sollte.

Ich wusste nicht, wie ich weiterleben sollte.
Ich stand einfach nur da und betete, aus diesem Albtraum aufzuwachen.
Ein entfernter Verwandter nahm mich schließlich bei sich auf. Er lebte allein im Dorf und gab mir ein Zuhause.
Meinen Sohn rief ich nicht an – ich wollte seine Stimme nicht hören.
Ein Monat verging. Und dann kam er zurück.
Er kniete vor mir nieder und weinte wie ein Kind.
Es stellte sich heraus: Seine Freundin hatte ihn betrogen.

Sie war mit seinem eigenen Freund fremdgegangen, hatte fast das gesamte gemeinsame Geld vom Konto genommen und war verschwunden.
Sie ließ ihn zurück – verschuldet und entehrt.
Er sagte, dass er damals, als er mich verstoßen hatte, glaubte, das Richtige zu tun.
Er dachte, er würde sich ein „neues Leben“ aufbauen. Doch in Wirklichkeit zerstörte er alles.

Er flehte mich an, ihm zu verzeihen. Tränen liefen über sein Gesicht. Er küsste meine Hände und sagte:
— „Mama, vergib mir… Ich habe vergessen, wer mich wirklich liebt.“
Und ich? Ich sah ihn nur an und dachte:
Brauche ich diese Vergebung überhaupt?
