In der 29. Schwangerschaftswoche bereitete sich Kiersten Rapplean voller Vorfreude darauf vor, ihren zweiten Sohn willkommen zu heißen.
Dann erhielt sie eine Nachricht, die sich keine werdende Mutter jemals vorstellen möchte.
Kiersten hatte eine aggressive Form von Brustkrebs.

Die 32-jährige Mutter aus Missouri war fast sieben Monate mit ihrem Sohn Travis schwanger, als bei ihr ein HER2-positives, entzündliches invasives duktales Karzinom diagnostiziert wurde.
Die Behandlung bis nach der Geburt aufzuschieben, war keine Option.
Unter sorgfältiger Berücksichtigung ihrer Schwangerschaft begannen die Ärzte deshalb bereits mit der Chemotherapie, während Travis weiter in ihrem Bauch heranwuchs.
Noch vor der Geburt erhielt Kiersten zwei Zyklen einer AC-Chemotherapie.
Dann folgten einige außergewöhnliche Tage.
Am 25. März, in der 36. Schwangerschaftswoche plus einem Tag, leiteten die Ärzte die Geburt ein.
Travis kam mit einem Gewicht von 6 Pfund und 8 Unzen, also etwa 2,95 Kilogramm, zur Welt.
Am nächsten Tag unterzog sich Kiersten den Untersuchungen, die während der Schwangerschaft verschoben worden waren.

Nur drei Tage nach der Geburt begann sie bereits mit einer zielgerichteten Krebstherapie.
Während ihr neugeborener Sohn noch auf der neonatologischen Intensivstation zusätzliche Unterstützung benötigte, musste Kiersten ihre Behandlung fortsetzen.
Kaum hatte sie Zeit, sich von der Geburt zu erholen, begann bereits die nächste Phase ihrer Krebstherapie.
Bis Juni absolvierte Kiersten fünf Zyklen einer TCHP-Chemotherapie. Am 11. Juli unterzog sie sich einer beidseitigen Mastektomie.
Anschließend setzte sie die regelmäßigen Infusionen fort, während die Ärzte daran arbeiteten, die Krebserkrankung im Stadium IV unter Kontrolle zu halten.
Ihr Sohn verbrachte 17 Tage auf der neonatologischen Intensivstation, bevor er gesund und gut entwickelt nach Hause durfte.
Doch Kiersten kämpfte weiter – für etwas ganz Einfaches: Für weitere Geburtstage.
Für noch mehr Gute-Nacht-Geschichten. Für viele weitere ganz normale Tage mit ihren beiden Söhnen.

Im Juli 2026 berichteten lokale Medien in Missouri schließlich über einen Meilenstein, der lange unerreichbar schien: Kiersten war krebsfrei.
Bei Krebs im Stadium IV sind weiterhin regelmäßige Kontrollen und gegebenenfalls Behandlungen erforderlich.
Doch nach allem, was Kiersten und ihre Familie durchgemacht hatten, war dieser Moment von enormer Bedeutung.
Während dieser Schwangerschaft bereitete sich Kiersten gleichzeitig darauf vor, ein neues Leben willkommen zu heißen, und kämpfte darum, ihr eigenes zu bewahren.
Kannst du dir vorstellen, mit einer Chemotherapie zu beginnen, während du gleichzeitig spürst, wie sich dein ungeborenes Baby in deinem Bauch bewegt?
