Entfernte Szene aus «Jaws»: Der Haiangriff, der nie gezeigt wurde.
Wer kann „Jaws“ nicht lieben? Der legendäre Film von 1975 hat Schwimmer weltweit in Angst versetzt und bleibt ein Meisterwerk des Thriller-Genres. Doch während der Film durch seine spannende Erzählweise weltberühmt wurde, verbirgt er viele interessante Pannen und unerforschte Hintergründe, die den Dreh zu einer noch faszinierenderen Geschichte machen.
Und hier ist der wahre Höhepunkt: Es gibt eine gelöschte Szene, die den meisten Fans unbekannt ist. Sie enthält einen Moment, der so erschreckend ist, dass er sogar den berühmten Hai selbst in den Schatten stellen könnte. Neugierig geworden? Tauchen wir ein!

Ich habe „Jaws“ nun schon mindestens 50 Mal gesehen und bin jedes Mal wieder aufs Neue von der Intensität dieses Films beeindruckt. Doch wenn du ein Kind im Jahr 1975 warst, musste man schon viel Mut aufbringen, um sich diesen Film anzusehen – wenn die Eltern einem überhaupt den Weg ins Kino freigegeben haben.
Heutzutage fühlt es sich an, als würden solche Filme nicht mehr gemacht – Filme, die mit einer perfekten Besetzung, Leidenschaft und dem Ziel, dem Publikum ein unvergessliches Erlebnis zu bieten, geschaffen werden.
Ein großes Dankeschön an Steven Spielberg, der uns mit diesem bahnbrechenden Werk einen Klassiker hinterließ, der den Weg für viele weitere unvergessliche Filme ebnete.

Trotz seiner Exzellenz hat auch „Jaws“ seine Eigenheiten – schließlich ist niemand unfehlbar. Doch einige dieser kleinen Unvollkommenheiten haben dem Film nur geholfen, seinen legendären Status zu festigen.
Die Geschichte hinter dem ikonischen Zitat
„Jaws“ bietet viele unvergessliche Szenen, aber eine sticht besonders hervor: Wenn Chief Brody (Roy Scheider) das Wasser mit Ködern anlockt und der Hai plötzlich auftaucht, um ihn zu erschrecken, kommt der berühmte Satz: „Du brauchst ein größeres Boot.“
Als der Film jedoch erstmals getestet wurde, erschreckte der Hai das Publikum so sehr, dass die Zuschauer noch immer schrien, als Scheider diese Zeile sagte.
Spielberg wollte verhindern, dass die Zuschauer den Satz verpassen, also verlängerten er und die Cutter die Szene, damit sich die Zuschauer beruhigten, bevor sie wieder aufmerksam wurden. Zudem wurde Scheiders Stimme lauter gemacht.

Carl Gottlieb, der Drehbuchautor, verriet später, dass Scheider diese Zeile auch improvisierte, was das unheimliche Gefühl dieser Szene noch verstärkte.
Die unheimliche Musik von John Williams
John Williams’ Musik ist ein weiterer Grund, warum „Jaws“ zu einem unvergesslichen Klassiker wurde.
Als Williams seine Musik Spielberg vorspielte, lachte der Regisseur zunächst und fragte: „Das ist witzig, John, aber was hast du wirklich für das Thema von Jaws im Sinn?“
Was Spielberg jedoch nicht wusste: Diese einfache, ikonische Melodie sollte die gesamte Filmwelt verändern. Spielberg gab später zu, dass ohne Williams’ Musik der Film nur die Hälfte seines Erfolges erzielt hätte. Für Williams war es der Beginn einer glorreichen Karriere.

Spielberg hatte Mitleid mit dem Hai
„Jaws“ basiert auf dem 1974 erschienenen Roman von Peter Benchley, aber was wirklich erstaunlich ist, ist, dass die Filmrechte gekauft wurden, bevor das Buch überhaupt auf dem Markt war.
Die Produzenten Richard D. Zanuck und David Brown entdeckten das Buch durch einen Hinweis in der Zeitschrift „Cosmopolitan“. Brown, dessen Frau Helen Gurley Brown Chefredakteurin war, fand eine kleine Karte mit einer Zusammenfassung, die mit „Könnte ein guter Film werden“ endete.
Nach einer Nächtlichen Lektüre waren die beiden so begeistert, dass sie die Filmrechte im Jahr 1973 für 175.000 Dollar (heute etwa 1,2 Millionen Dollar) kauften und den Film realisierten.
Spielberg gab zu, dass er beim ersten Lesen des Buches mehr mit dem Hai mitfühlte, da die menschlichen Charaktere wenig sympathisch waren.
Nervosität und erster Testlauf
Beim ersten Testlauf in Dallas hatten die Produzenten Angst, dass das Publikum über den mechanischen Hai lachen würde. Doch als der Film begann, verflogen die Ängste und das Publikum reagierte begeistert. „Jaws“ erzielte weltweit 476,5 Millionen Dollar.

Robert Shaw und der verwehrte Oscar
Viele glauben, dass Robert Shaw für seine herausragende Leistung in „Jaws“ einen Oscar verdient hätte. Besonders seine „USS Indianapolis“-Rede zählt zu den intensivsten Momenten der Filmgeschichte.
Die „USS Indianapolis“-Rede
Die Frage, wer die „USS Indianapolis“-Rede schrieb, bleibt umstritten. Obwohl John Milius den Text erweiterte, machte Shaw ihn zu seiner eigenen. Co-Drehbuchautor Carl Gottlieb glaubt, dass Shaw die endgültige Version schrieb.

Die gelöschte Szene
Die ursprüngliche Szene mit Alex Kintner war zu verstörend, also wurde sie gekürzt. Der Hai sollte Alex direkt verschlingen, doch aufgrund technischer Probleme entschied Spielberg, nur die Flossen zu zeigen.
Das Boot „Orca“
Fehler auf Quints Boot: Anfangs gab es fünf Fässer, später nur noch drei, und das Wort „ORCA“ ändert sich im Film mehrmals.
Pflanzenszene
Ein Kirschbaum zu Beginn des Films blüht im Juli, obwohl Kirschbäume eigentlich im Mai blühen.
„Jaws“ bleibt ein Film, der viele Details enthält, die beim erneuten Ansehen entdeckt werden können.
