Das junge Mädchen erwachte, übersät mit Verletzungen … doch ein einziges Wort genügte, damit die Militärfrau sofort Verstärkung anforderte.

Das junge Mädchen erwachte, übersät mit Verletzungen … doch ein einziges Wort genügte, damit die Militärfrau sofort Verstärkung anforderte.

Das Krankenzimmer lag in tiefem Schweigen, nur unterbrochen vom gleichmäßigen Piepen des Herzmonitors und dem Prasseln des Regens gegen die Fensterscheiben.

Auf dem Bett lag Lia, eine etwa zwanzigjährige junge Frau, übersät mit Blutergüssen, mit aufgeplatzten Lippen und mehreren Rippenfrakturen.

Sie war bewusstlos in der Nähe einer Straße unweit eines alten Militärgeländes gefunden worden.

Sie hatte keine Dokumente, kein Handy und keine Tasche bei sich – nur eine zerrissene Kette um den Hals.

An der Tür stand Hauptmann Elena Vargas, eine Offizierin, die für ihre Kaltblütigkeit bekannt war.

Man hatte sie gerufen, weil der Fundort der jungen Frau verdächtig erschien. Zunächst wirkte es wie ein weiterer Fall brutaler Gewalt, doch alles änderte sich, als Lia erwachte.

Mit zitternder Stimme berichtete sie, dass sie mehrere Tage in einem Lagerhaus in der Nähe verlassener Hangars festgehalten worden war.

Sie behauptete, der Mann, der sie bewachte, habe für mächtige Auftraggeber gearbeitet, und dort würden nicht nur Waren, sondern auch Menschen versteckt.

„Da waren noch andere Mädchen“, flüsterte sie. „Eine von ihnen konnte kaum noch laufen.“

Diese Worte ließen Elena erkennen, dass sie es mit etwas weit Größerem als einem gewöhnlichen Gewaltverbrechen zu tun hatte.

Es könnte sich um ein organisiertes kriminelles Netzwerk handeln.

Als die Hauptmannin nach Namen oder Details fragte, erinnerte sich Lia an etwas, das sie kurz vor ihrer Aussetzung gehört hatte.

„Er bekam einen Anruf und wurde nervös. Er sagte, alles müsse verlegt werden, bevor Condor eintrifft.“

Elena erstarrte. „Condor“ war kein gewöhnlicher Name.

Es war ein Codewort, das ausschließlich in geheimen Berichten über verdeckte Operationen und illegalen Handel auf verlassenen Militäranlagen auftauchte.

Nur sehr wenige Menschen kannten diese Bezeichnung.

Wenn Lia es tatsächlich gehört hatte, bedeutete das, dass sie sich im Zentrum einer äußerst gefährlichen Operation befunden hatte.

Ohne zu zögern stand Elena auf und gab sofort Befehle.

Die gesamte Krankenhausstation wurde abgeriegelt, Verstärkung angefordert, taktische Einheiten entsandt und ein Sicherheitsperimeter um das Gebäude errichtet.

Ärzte, Pflegekräfte und Soldaten sahen erstaunt zu, wie sich das Krankenhaus innerhalb weniger Minuten in eine Festung verwandelte.

Während Militärfahrzeuge die Zufahrten blockierten und bewaffnete Kräfte die Flure sicherten, begann Lia zu zittern.

„Wird er kommen, um mich zu holen?“, fragte sie unter Tränen.

Die Hauptmannin setzte sich wieder zu ihr und nahm ihre Hand.

„Nein“, sagte sie entschlossen. „Jetzt gehen wir ihn holen.“ In dieser Nacht war die junge Frau nicht mehr nur ein Opfer.

Sie wurde zur Schlüsselfigur in einem Fall, der ein seit Jahren verborgenes kriminelles Netzwerk enthüllen konnte.

Und während das Krankenhaus unter höchster Sicherheitsstufe stand, wurde Elena klar, dass der eigentliche Kampf gerade erst begonnen hatte.