Ältere Dame wird aus Luxusgeschäft verwiesen – Polizist sorgt für Gerechtigkeit
Eleanor Morgan erwachte mit dem vertrauten Ziehen in ihren Gelenken, das ihr in den letzten zehn Jahren täglich Gesellschaft geleistet hatte.
Sonnenlicht fiel durch die abgewetzten Gardinen ihrer bescheidenen Ein-Zimmer-Wohnung und tauchte die zahlreichen Aquarelle, die fast jede freie Wand schmückten, in ein warmes Licht.

Mit 78 Jahren hatte sie ein ganzes Leben an Kunstwerken gesammelt – Landschaften, Porträts, Stillleben – jedes ein Kapitel ihrer visuellen Lebensgeschichte.
Langsam richtete sie sich auf, das Gesicht vor Schmerz verzogen, als ihre arthritischen Finger sich gegen die Bewegung sträubten.
Die digitale Uhr auf dem Nachttisch zeigte 7:15 Uhr morgens.
Ein weiterer Tag, ein weiterer Kampf mit ihrem alternden Körper. Doch heute war alles anders. Heute hatte sie ein Ziel.

Eleanor ging zur kleinen Küchenzeile und stellte den Wasserkocher für ihren Morgentee an.
Während sie auf das Kochen wartete, öffnete sie den Schrank über der Spüle und holte eine alte Keksdose hervor, die mit verblassten Motiven der schottischen Highlands verziert war.
Darin, sorgfältig sortiert und gezählt, befand sich ihr „Sophia-Fonds“ – 275 Dollar, angespart in sechs Monaten sorgfältiger Planung, in Fünf- und Zehn-Dollar-Scheinen.

Der Abschluss ihrer Enkelin rückte näher, ebenso wie deren Aufnahme an der Rhode Island School of Design.
Das Teilstipendium, das Sophia erhalten hatte, zeugte von ihrem außergewöhnlichen Talent, deckte jedoch nicht die Kosten für Kunstmaterialien.
Eleanor wusste nur zu gut, wie teuer hochwertige Materialien sein konnten und wie entscheidend deren Qualität für die künstlerische Entwicklung war.
