Nach 16 Jahren kehrte sie in das Pflegeheim zurück – und traf dort ein Mädchen, das ihr wie aus dem Gesicht geschnitten war.
Nach 16 Jahren Schweigen kehrte Thelma in das Waisenhaus zurück, in dem sie aufgewachsen war, in der Hoffnung, Frieden mit ihrer Mutter zu schließen, von der sie sich nach einem heftigen Streit getrennt hatte.
Damals hatte Thelma beschlossen, eine Karriere in der Kunst zu verfolgen, entgegen dem Wunsch ihrer Mutter Erin, was zu einer schmerzhaften Trennung führte.

Inzwischen ist Thelma eine erfolgreiche Geschäftsfrau in ihren Dreißigern, gereift und voller Reue, dass sie sich nicht früher gemeldet hatte.
Doch als sie das Waisenhaus wieder betrat, war es nicht ihre Mutter, die sie empfing. Stattdessen sah sie ein kleines Mädchen, das ihr zum Verwechseln ähnlich war.
Erschüttert fragte Thelma Schwester Julie nach dem Kind. Da offenbarte sich die Wahrheit: Das Mädchen, Cindy genannt, war Thelmas jüngere Schwester.
Nachdem Thelma gegangen war, hatte Erin erneut geheiratet und Cindy zur Welt gebracht – nur um wieder verlassen zu werden.
Erin starb später bei einem tragischen Flugzeugunglück, und Cindy wurde im selben Waisenhaus aufgenommen.

Tief getroffen von diesem Verlust und den verpassten Chancen fasste Thelma den Entschluss, alles zu ändern.
Sie adoptierte Cindy und zog sie wie ihre eigene Tochter groß.
Neun Jahre später ist Cindy eine selbstbewusste Jugendliche mit dem Traum, Ärztin zu werden – und erfüllt damit den Wunsch, den ihre verstorbene Mutter einst für Thelma hatte.
Thelma selbst, inzwischen mit Curtis verheiratet – dem freundlichen Fremden, der ihr einst eine Mitfahrgelegenheit nach Atlanta gab – weiß, dass sie an jenem Tag nicht nur ihre Vergangenheit wiedergefunden hat, sondern auch ihre Zukunft.
